JEC Deutschland ARCHIV
Herbstausfahrt 2009: ASTEN-RUND
3. und 4. Oktober 2009
Die Chancen im Lotto stehen schlechter: Auf sieben gemeldete Teams kamen drei Pokale. Aber ob nun sieben oder 17 Teams mitfahren, macht keinen Unterschied. Die Vorbereitungen für Arno und Gertrud Bretschneider blieben die gleichen. Und um es vorweg zu nehmen: Die Mitfahrt hatte sich trotz eines nicht gerade "goldenen" Oktoberwetters gelohnt!!
Der freitägliche Reiseverkehr nach Winterberg mit Regen und Nebel war eine Strafe für alle Anreisenden! Jedwede Vorbereitungen, Wagen waschen, Speichenräder putzen, Chrom wienern waren für den Jaguar, will sagen für die Katz. Auch die Navigation schien zu spinnen: Hier die Empfehlung abzufahren, 500 Meter weiter der Rat, wieder aufzufahren. Aber endlich hatten wir es trotz Nebel und Regen, versagender Scheibenwischer und funzeliger Scheinwerfer geschafft: Einchecken, zum Abendessen verabreden, die Herbstausfahrt konnte beginnen.
In der Dorfschänke des Dorint-Sport Resorts in Winterberg trafen nach und nach die Teams Bretschneider, Woeckner, Thomassen - mit einer leider fürchterlich erkälteten Ilona - und Zarnekow ein und verlebten einen gemütlichen Abend. Alle waren froh, dem Regen entronnen zu sein, und freuten sich auf die Ausfahrt.
Am nächsten Morgen hingen graue Wolken tief über den Gipfeln. Alle Teams fanden sich pünktlich ein, wurden vergattert und machten sich auf den Weg. Pechvogel war Bernd Steinfeld, der morgens seine Katze nicht zum Aufstehen bewegen konnte und im privaten Vehikel anreisen durfte. Erstes Ziel war der Wilzenberg, den es zu erklimmen galt. Eine seit der Eisenzeit bekannte Befestigung lud zur Besichtigung ein. Allerdings verzichteten einige nicht schwindelfreie Mitfahrer darauf, den ca. 20 Meter hohen Turm zu besteigen, der trotz der niedrig hängenden Wolken einen Weitblick bis zum Kahlen Asten bot.

Nächstes Ziel war die Besteckfabrik Hesse in Fleckenberg, die heute als technisches Museum ein äußerst lohnendes Ziel darstellt. Nach freundlicher Begrüßung übernahm Herr Sasse die Gruppe und erläuterte am Beispiel der Produktion eines Kaffeelöffels die Besteckproduktion vom Stanzen der Rohlinge aus edlem Stahl bis zum Polieren des fertigen Löffels.

Nicht nur die Einblicke in die Arbeitswelt der 38- bis 60-er Jahre waren interessant, sondern auch die geschickte Nutzung der Wasserkraft, die neben den vorhandenen Rohstoffen einen Motor der Industrialisierung der Region darstellte. So lange der Wasserstand der Lenne reicht, dreht sich heute noch eine Turbine und erzeugt mittels eines Generators Strom, der die Kasse dieses von Ehrenamtlichen geführten Museums entlastet. Nach dem Rundgang stärkten wir uns im ehemaligen Spinnsaal bei Brötchen und Kaffee. Für Sylvia Beese und Ingrid Wagner war der Aufenthalt eine Lektion in "Lerne deinen Jaguar kennen": Gerd Zarnekow lüftete die Geheimnisse einiger im Fußraum verborgen angebrachter Klappen und die Leitung angewärmter Luft in den Fußraum des XK 140.

Unser nächstes Ziel sollte die Ruhr-Quelle sein. Doch in der Wegbeschreibung stand: "Es gibt auf der rechten Seite der Straße eine Galerie mit Wasserkunst', die man sich anschauen könnte." Das Künstlerehepaar Klute hat die Ufer der Sorpe zu einem Skulpturenpark gestaltet, in dem das Wasser eine treibende und bestimmende Kraft darstellt. Der Garten, aber auch das Atelier ist wirklich einen Besuch wert. Derweilen warteten Gertrud und Arno Bretschneider bereits am kaum geheizten nächsten Ziel.

Mit einer Stunde Verspätung erreichten wir die Ruhrquelle. Kaum zu glauben, dass dieses Rinnsaal einer ganzen Gegend ihren Namen gegeben hat. Ziel war aber nicht die Quelle, sondern die Ausstellungshütten in der Nähe, die Geschichten um den Werkstoff Holz erzählten.


In Usseln wurden wir bereits im Curioseum des Sammlers Hans Schlömer erwartet. Ein Sammler von allem hat hier sich sein Paradies geschaffen und zusammengetragen, was sein Sammlerherz erfreute: Vom Autos und Bügeleisen über Flugzeuge und Schiffe bis hin zu Münzen, Reklameartikeln und leeren Zigarettenschachteln reichte des Sammlers Alphabet. Obwohl der Name Programm ist, konnte sich der Besucher nur wundern, was nicht alles von einem Menschen zusammengetragen, will sagen "gesammelt" werden kann. Es gab sogar einige Stimmen, die gern aus ihren Kellern noch einiges beigesteuert hätten.

Danach stand nur noch die Rückfahrt zum Hotel an. 120 Kilometer Strecke haben wir insgesamt zurückgelegt, auf Straßen meist ohne Mittellinie, gewunden, sogar mit Serpentinen, ohne Regen, manchmal sogar mit einem Sonnenschein - auf den Punkt gebracht: einfach klasse!
Wie üblich machten wir vor dem Essen noch unsere Hausaufgaben. Bei so wenigen Teilnehmern war Schummeln kaum möglich, zumal Gertrud und Arno Bretschneider trotz räumlicher Enge schweifende Blicke schnell unterbanden. In die Ränge kam auf Platz 3 das Team Berlage. Obwohl Ilona schwer unter einer Erkältung litt, reichten die Aufzeichnungen der Thomassens für den 2. Platz. Auf dem Treppchen ganz oben standen Sylvia Beese und Ingrid Wagner. Bei munteren Gesprächen dauerte dann der Abend, bis die Stühle auf den Tisch gestellt wurden.




Der Sonntag begann mit Regen, je länger aber das Frühstück dauerte, um so mehr klarte es auf. Gegen Mittag konnten dann alle Teilnehmer in Sonnenschein und ganz ohne Staus nach Hause fahren. Gertrud und Arno Bretschneider hatten am Ende gut lachen: Alles hatte prima geklappt!

Ihr
Horst Wöckner
Frühlingserwachen 2009: KulTour nord de Ruhr
Rüdiger Pohle und Melanie Schneider riefen und 20 Teams machten sich auf den Weg nach Dortmund - Marten in's Schulmuseum, um noch einmal eine Schulbank aus dem Jahr 1900 zu drücken! Es gab ja einige Stimmen, die felsenfest behaupteten, dass es im Ruhrpott keine Kultour gebe. Trotzdem machte die Ankündigung neugierig.
Hendrik-Jan und Ilona Thomassen aus Nimwegen mit ihrem majestätischen Daimler DS 420 ließen gaben der Ausfahrt internationalen Charakter.
Die üblichen Verdächtigen reisten an, Sylvia Beese und Ingrid Wagner im XK 140, Tochter Sarah Beese und Freundin Katharina ... im E-Type, die XJ's der Serien II bis heute, Hans Berlage und Liliane Enriquez-Berlage, Arno und Gertud Bretschneider, Ralf und Sylke Große, Hans-Günther und Anni Knemeyer, Hermann und Ulrike Mahlert, Bernd Steinfeld mit Irina und Isabel Gana-Dresen sowie Heinrich Stertkamp.
Dann parkten auf dem Schulhof noch Peter Becker und Silke Todemann mit ihrem Daimler 420 Souvereign, Klaus und Ursula Kleffmann mit ihrem Jaguar 240, Sebastian Leidinger und Petra Speckmann mit einem Daimler V8, Horst und Renate Woeckner mit dem MK 2, nicht zu vergessen Gerd und Marion Zarnekow mit dem XK 120.
Aber auch neue Gesichter reisten an und wurden herzlich aufgenommen. So zum Beispiel Thomas und Anette Fischer mit einem frisch aus England importierten XK 120, dem ältesten Fahrzeug der Ausfahrt. Altbekannt und doch in diesem Kreis erstmals dabei waren Ulrich und Dorit Linnenbrügger in ihrem E-Type Serie III sowie Konrad und Hally Reimann im MK 2.
Pechvögel waren Heinz-Jürgen und Anne Petig, deren XJ in der Waschanlage stehenblieb und nicht wieder zu beleben war - Katzen mögen eben kein Wasser. Sie reisten im Daimler an, allerdings mit einem aus Stuttgart. Auch Rüdiger Pohle erwischte es ebenfalls hart: Beim Ölwechsel gab die Ablassschraube aus Weichmetall ihren Geist auf, und mangels Saft stiegen Melanie Schneider und er auf einen Opel um.
Alle gingen in die Klasse und nahmen auf uralten Schulbänken Platz, die Jungen am Fenster, die Mädchen an der Wand. Dann Auftritt der Lehrerin: hochgesteckte Haare, hochgeschlossene weiße Bluse, grauer Rock bis zum Boden. "Guten Morgen, Kinder." Antwort (allerdings musste das drei Mal geübt werden, bis es wie aus einem Mund klang): "Guten Morgen Frollein Lährerin". Zunächst war nach der Kontrolle von Gesichts- Hals- und Fingernägelsauberkeit Schreiben dran: rauf, runter, rauf - Pünktchen drauf, das "I" wurde geübt. Zuerst in der Luft mit dem Finger, dann auf der Schiefertafel mit dem Griffel. Als das einigermaßen klappte, war Rechnen dran. Die 8-er-Reihe wurde geprüft. Für Peter B. waren acht mal acht 48, die Klasse brüllte vor Lachen und Heiner Stertkamp durfte stehend und mit dem Rücken zur Klasse seinen Platz in der Ecke einnehmen. Auch Ralf G. zeigte Defizite im Erkennen von Majestäten, er hielt Wilhelm II für Wilhelm I. Die Mädchen waren ernster bei der Sache und erhielten regelmäßig Fleißkärtchen, allerdings gelang es keiner, drei Fleißkärtchen gegen ein Heiligenbild einzutauschen.
Nach dem Chorsingen von "Froh zu sein ...", das Hally Reimann dirigierte, ehrten wir alle Hendrik-Jan Thomassen. mit einem Lied, er hatte nämlich Geburtstag. Dann endlich durften wir die Motoren starten. Vom Schulmuseum durchquerten wir Dortmunder Stadtteile, um schließlich nach Huckarde zu gelangen, wo es ein Emscher-Pumpwerk zu bestaunen galt, das verhindert, dass das Ruhrgebiet nach dem Abbau der Kohle zu einem großen Binnenmeer wird.
Jagua fahn is wi wennze fliechs - nur nich so hoch! Als kruusten wir weiter über innerstädtische Industriestraßen nach Dortmund-Eving, wo es den Hammerkopf-Förderturm der Zeche Minister Stein zu bestaunen galt, den ersten stählernen Förderturm Deutschlands. In ihm waren zwei voneinander unabhängige Turmfördermaschinen untergebracht.
Weiter ging die Route der Industriekultur an alten Schachtanlagen und Kokereien vorbei. Plötzlich war die Stadt zuende und üppiges Grün mit viel Landwirtschaft prägte die Gegend. Ostern war zwar vorbei, aber hinter Dortmund-Grevel lockte ein besonderes Ei auf Stelzen zur Erkundung, das Landstroper Ei, ein stählerner Wasserturm. Von hier oben war die Sicht phänomenal: Teiche und Wälder, Hügel mit und ohne Fördertürme, Äcker und Kraftwerke - und mittendrin unser Ziel für die Mittagsrast.
Dass wir das nicht auf dem direkten Weg anfuhren, verstand sich von selbst.
Auf malerischen, kurvigen Straßen hakten wir Kamen, Lünen, Oberaden
ab, überquerten die Lippe und ihren Seitenkanal, bis wir schließlich
in Selm das Schloss Cappenberg erreichten. Mit Erlaubnis des Grafen von Kanitz
stellten wir unsere Katzen im Innenhof des Schlosses ab und boten den vielen
Besuchern herrliche Photomotive.
Nach einer Pause in der gräflichen Weinstube ging die Fahrt weiter über Selm-Bork nach Lünen-Brambauer, wo es ein weiteres Ei auf Stelzen zu bestaunen gab. Luigi Colani hatte es auf den Förderturm der ehemaligen Zeche Minister Achenbach gesetzt.
Von da war es nur noch ein Katzensprung bis zum Bergarbeiter-Wohnmuseum, wo
Führungen in kleinen Gruppen und hausgemachter Kuchen mit Kaffee und Tee
auf uns warteten. Allerdings auch die Klassenarbeit "Meine Frühlingsausfahrt
2009". Anne und Heinz-Jürgen Petig waren die Drittbesten, überholt
vom Team Silke Todemann und Peter Becker. Sieger waren Sylvia Beese und Ingrid
Wagner. Den Elegance-Pokal entführten Ilona und Hendrik-Jan Thomassen in
die Niederlande.
Die Organisatoren Melanie Schneider und Rüdiger Pohle wurden mit dem Pokal Pour le Merit ausgezeichnet.
Der Frühling ist nunmehr erwacht. Wir wünschen allen Katzenliebhabern und Oldtimerfreunden eine gute Saison und allzeit gute Fahrt.
Ihr
2008 JEC-Herbstausfahrt: "La Vie de Château" in die Ardennen
Goldener Oktober in den Ardennen
Die Herbstausfahrt 2008 war schnell ausgebucht: 14 Teams hatten sich für die Fahrt in die Ardennen angemeldet, sodass das Schloss in Rendeux im Nu gefüllt war. Die üblichen Verdächtigen zählten dazu, wie Arno und Gertrud Bretschneider mit ihrem XJ 12, Herbert Dahleiden mit Katja und Margrit Kolodzi im Ersatzfahrzeug (da keiner der Jaguare ansprang), Anton Graal und Wim Beerends (unsere Gastfahrer in einem TVR Chimera), Klaus und Ursula Kleffmann im XJS, Sebastian Leidinger und Petra Speckmann im Daimler V8-250, Gerrit und Gerry Rooswinkel im XJ 6, Bernd Steinfeld und Irina Gana Dresen im XJ 12, Hendrik Jan und Ilona Thomassen im Daimler 420, Horst und Renate Woeckner in ihrem MK 2 sowie Gerd und Marion Zarnekow im XKR. Einer fehlte: Peter Dahleiden, das kölsche Urgestein, musste aus gesundheitlichen Gründen leider absagen.

Aber auch neue Gesichter zeigten sich. Sylvia Beese mit Ingrid Wagner reisten im XK 140 an. Ihre Tochter Sarah mit Jenny Brentrup wählten den E-Type für die Ausfahrt. Hans Berlage und Liliane Berlage-Enriquez kamen im XJR. Erstmals dabei waren auch Wolfram und Heike Völckers im XJS.

Am Freitag, 10. Oktober 2008, trafen alle noch rechtzeitig zum Abendessen ein. Schnell war man miteinander bekannt und der Schlosskeller war gefüllt mit munteren Gesprächen.

Der Samstag sah ein großes Fahrprogramm vor. Nicht ganz 150 Kilometer galt es zu bewältigen. Aufbruch war deshalb bereits um 9:30 Uhr. Zunächst hing noch Nebel in den Tälern, der sich aber schnell lichtete und einem strahlend blauen Himmel wich. Wer konnte, rollte sein Stoffdach zurück und fuhr offen über die im Herbstlaub stehenden Alleen. Zunächst ging es über kleine Sträßchen über Beffe, Erezée und Barvaux zum Zwischenstopp in Durbuy. Schauen Sie sich im alten Ortskern um, lautete die Aufforderung. In ihrer Geschlossenheit ist das Städtchen ein lohnendes Ziel für einen Rundgang.

Weiter ging es entlang der Ourthe und anderen kleinen Flüsschen, mal durch tief eingegrabene Täler, mal über breite Höhenrücken mit guter Sicht im Sonnenschein, über Petit- und Grandhan, Baillonville nach Haversin. Ein abgesperrter Bahnübergang unterbrach das gemütliche Dahinrollen in der Sonne und zwang zum Umweg über kleine Feldwege, im wahrsten Sinne des Wortes "über die Höfe". Alle fanden es toll!

Der nächste Halt war mittags in Rochefort, wo wir im "Le Trou Maulin" zum Lunch einkehrten. Das Restaurant am Ufer der La Lomme ist wirklich wegen seiner guten Küche und des freundlichen Services sehr zu empfehlen.

Nach kurzer Stärkung rollten wir weiter über winzige Straßen, über Berg und Tal Richtung La Roche-en-Ardenne. Trotz des schönen Wetters waren die Straßen ziemlich leer. Nur ab und zu zog einmal ein Motorrad vorbei. Nassogne, Champlon, Ortho und Filli sind nur einige der netten, in Natursteinen erbauten Orte. Hinter Filli steht das "Stonhenge" der Ardennen: Europalia, das es zu besichtigen galt. Über Nadrin ging es weiter nach La Roche-en-Ardenne. Wie immer lautete das kryptische Kommando: "Schauen Sie sich um!"

Zurück am Schloss erwarteten Fahrer und Beifahrer Sonderprüfungen. Vor dem Abstellen des Fahrzeugs musste der Fahrer rückwärts mit dem ihm abgewandten Hinterrad auf einem DIN A5 großen Papier parken. Die Zielsicherheit reichte von 11 bis 160 Zentimeter Abstand zwischen Reifen und Papier.

Für die Beifahrer war ein 2-Loch-Golfkurs abgesteckt, der in Wirklichkeit ein 1-Loch-Golfkurs war, der zweimal gespielt werden musste. 12 bis 39 Schläge wurden für den hinterhältig abgesteckten Parcour benötigt, denn wer über die Begrenzung spielte, durfte noch einmal anfangen.

Abends wurden dann zwischen Amuse-gueule und erster Vorspeise die Fragebögen verteilt, bis zur zweiten Vorspeise ausgewertet, um dann vor dem Fisch festzustellen, dass vier Teams gleichauf lagen und ins Stechen mussten. Wieder hatten zwei die gleiche Punktzahl, durften vortreten und eine Frage im Zuruf beantworten. Zum Hauptgang stand dann fest: Bernd Steinfeld und Irina Gana Dresen siegten auch ohne Tochter Isabel. Ganz knapp dahinter auf dem zweiten Platz landeten Sylvia Beese und Ingrid Wagner, auf Platz 3 Sebastian Leidinger und Petra Speckmann.

Die Distance Trophy parkte Sarah Beese mit den sagenhaften 11 Zentimeter Abstand ein. Für ihre sportliche Leistung beim Golf erhielt Petra Speckmann die Best Practice Trophy.

Das jüngste mitfahrende Team waren Sarah Beese und Jenny Brentrup, sie erhielten die Young Driver's Trophy. Gerrit und Gerry Rooswinkel wurden mit der Old Driver's Trophy geehrt.

Bis tief in die Nacht dauerte die angeregte Unterhaltung. Trotzdem versammelten sich alle gegen 9:00 Uhr zum Frühstück, um den schönen Tag noch auszunutzen.
Allgemeiner Aufbruch war gegen 10:00 Uhr. Herrschte anfangs in manchen Tälern noch richtig dicke Suppe, zeigte sich ab 11:00 Uhr großflächig blauer Himmel. Für die Rückfahrt hatte ein Freund aus Spa die Strecke über Trois-Ponts, Malmedy, Jalhay und Limbourg empfohlen - kurvig, bergig, schmal und landschaftlich interessant. Die Empfehlung wäre eine eigene Tagesausfahrt wert gewesen, so schön war die Strecke. Wer will, kann sie ja im Rahmen eines Tagesausflugs nachfahren.
Kurz hinter Hockai kam es zur Begegnung der dritten Art: Etwa 250 Vespas allen Alters fuhren uns über die gesamte Straßenbreite schwärmend entgegen.

In Limbourg trafen sich
dann fünf Teams auf dem Marktplatz im Au Cheval Gourmand, dem verfressenen
Pferd. Die Sonne knallte, der Himmel war mediterran blau und die Stimmung bestens.
Aufbrechen wollte so recht keiner, so schön war der Augenblick. Alle waren
sich einig: Alles passte bei dieser Ausfahrt, die Teams, die Strecke und das
Wetter.
2007 JEC-Herbstausfahrt:
'Romantische Lahnreise'
Frühlingserwachen 2007: Zu den Wurzeln von Industrie und Kultur
Auch der Pott hat seine Wiege. Die zu erkunden, trafen sich 19 Teams an
einem bilderbuchartigen Sonntag im April. Nach Wochen des Regens strahlend
blauer Himmel, 18 verschiedene Fahrzeuge vom XK 120 FHC der Familie Raddatz
bis zum modernen XJ8 des Teams Leonhard aus Rotterdam. Einzige Gastfahrer
waren Werner und Leonore Baumann mit ihrem Jensen CV8 MK3.

Die üblichen Verdächtigen machten wieder mit, das Team Becker/Todemann
auf ihrem Daimler Sovereign, Arno und Gertrud Bretschneider im XJ12 der
Serie 2, dä kölsche Klüngel bestehend aus Peter und Herbert
Dahleiden mit Katja und Margrit Kolodzi im XJ6/2, Klaus und Ursula Kleffmann
mit ihrem Jaguar 240, Sebastian Leidinger mit Maria Almes sowie Otto-Paul
und Ingrid Meyer im Daimler V8. Heinrich-Rudolf und Christa Rump führten
ihren E-Type, die Ehepaare Steinmeyer und van den Vosse ihren S-Type aus.
Majestätisch rollten Hendrik-Jan und Ilona Thomassen mit ihrem frisch
restaurierten Daimler DS420 an. Gerd und Marion Zarnekow im XK140 Roadster
und Horst und Renate Woeckner im MK2 rundeten das Bild ab.
Zum ersten Mal dabei waren Klaus und Sylvia Beese mit ihrem XK140 DHC. Nicht
angemeldet, aber urplötzlich vorgefahren waren Dieter Zens und Eckard
Günnewig im XJ12 Coupé. Außer der Reihe fuhren Bernd Steinfeld
mit Irina und Isabell Gana Dresen mit, sie hatten nämlich diese wunderbare
Tour organisiert.
Vom Treffpunkt aus in Wuppertal-Oberbarmen ging es zunächst Richtung
Gevelsberg, wo wir uns zwei schöne beispiele des „bergischen
Barocks“ anschauten. Von dort rollten wir weiter nach Ennepetal-Milspe,
um uns das Straßen- und Industriemuseum genau anzusehen.
Auf schmalen Landstraßen erklommen wir das reizvolle Ennepetal. Den
nächsten Stop machten wir in der „Freien und Hansestadt Breckerfeld“
mit ihrer Jakobuskirche, dem Jakobusbrunnen und den schönen denkmalgeschützten
Gebäuden.
Über eine herrlich kurvige Landstraße erreichten wir das Volmetal,
wo wir im Biergarten der Brauerei Vormann unseren Lunch einnahmen.
Das nächste Ziel war der Hohenhof in Hagen, Art Deko-Wohnhaus von Karl
Ernst Osthaus, dem Gründer des Folkwang-Musums.
Richtig historisch wurde es beim Besuch der Ruine Volmarstein in Wetter,
von der bei diesem tollen Wetter eine herrliche Aussicht über das Ruhrtal
gegeben war.
Von da aus fuhren wir nach Hattingen, wo auf dem Gelände der Henrichshütte
das Landhaus Gum auf der Terrasse Platz zum Machen unserer
Hausaufgaben bot. Die Fragebögen wurden verteilt: Ganz schulmäßig
wurde beim Nachbarn abgeschrieben, digitale Kameras und Photohandys befragt,
Antworten mit den gegenüber sitzenden Teams ausgetauscht. Die Auswertung
brachte es dann an den Tag. Das Team um Sebastian Leidinger belegte den
dritten Platz. Eine Stufe höher mussten Klaus und Ursula Kleffmann
auf den zweiten Platz klettern. Sieger wurden die Ehepaare Steinmeyer und
van den Vosse. Weil Sebastian Leidinger die meisten Meilen mit einer Gallone
Super fuhr, erhielt er den Umwelt-Preis. Die Distance-Trophy nahm Peter
Dahleiden mit nach Hause, weil er am weitesten entfernt von Coventry wohnt.
6 Meere Tour, 28. und 29. Oktober 2006
Am Samstag musste ich früh aufstehen und wäre dann doch noch fast zu spät zur Ausfahrt gekommen. Mein Vater hat am Freitagabend noch versucht, seine Katze zu überreden mitzukommen, aber die wollte ohne Bremslichter dieses Mal nicht mit dabei sein. Treffpunkt für die 15 Teams war das Hotel Leusden kurz vor Amsterdam in Holland.

Dort haben wir die Rallyestrecke für den ersten Tag erhalten, und nach einem gut gemeinten Hinweis „Drempel“ ging es dann auch gleich los. „Flevoland“ stand groß auf der Karte. Ich kam erst mal aus dem Staunen nicht heraus, denn bei dieser Ausfahrt waren mit einem XK120 DHC und zwei MK IX so richtig schöne alte Jags dabei.

Über Amersfoort ging es dann zum Wal am Deich bei Spakenburg. Hier war der erste Stop und das erste Meer hieß Gooimeer. Dann ging es weiter über Naarden, wo die Route einen kurzen Abstecher durch die Festungsstadt, machte, rauf auf den Polder. Naarden ist ein schönes urgemütliches Städtchen. Ich werde mit meinen Eltern noch einmal wiederkommen und mir das in Ruhe anschauen. Wir sind dann gemütlich hinter einem MK IX über den Deich am Markermeer entlang nach Lelystad gefahren.

Dort haben wir am Hafen das Museum Niewland mit Führung besucht. Jetzt weiss ich, dass die Polder nicht aufgeschüttet sind, sondern unter dem Wasserspiegel liegen, wie die Dämme gebaut werden, die das Land schützen, und wie das Land von vielen Arbeitern trockengelegt wurde. Die Holländer haben lange über einem Schutz vor Sturm und Flut nachgedacht und konnten erst mit der Dampfmaschine dieses Jahrhundertprojekt beginnen. Danach hatte ich Zeit im Outlet „Batavia-Stad“ bummeln und shoppen zu gehen. Als Imbiss gab es holländische Fritten - was sonst.

Von Lelystad ging es dann am Nachmittag weiter durch Polderlandschaft vorbei an großen Bauernhöfen mit rechteckigen Felder und durch Wälder vorbei am Ketelmeer und dann runter vom Polder nach Elburg. Das war wieder so ein schönes altes Städtchen mit Fischereihafen. Die ganze Jaguartruppe stand schon vor dem Stadttor als wir ankamen. Wir sind dann in Elburg noch ein bisschen bummeln gegangen und ich habe Matjes probiert.

Dann ging es zurück und am Abend haben wir lecker „diniert“, und nach dem Nachtische haben wir mit Frau Mahlert Karten gespielt, damit mir nicht zu langweilig wurde. Wir haben alle gut ausschlafen dürfen, da wie immer die Uhr umgestellt wurde, und nach dem Frühstück bekamen wir die Rallyestrecke für den zweiten Tag. Zunächst ging es wieder rauf auf den Polder und dann die „Niewland“-Route am Veluwemeer entlang. Der erste Stop war in Zeewolde am Deich, wo wir uns auf einem Hinweisschild merken sollten, was am Strand so alles verboten war. Danach sind wir immer über den Deich über Harderwijk, auch hierhin muss ich noch mal zurückkommen und mir die Delphinschau ansehen, wieder nach Elburg gefahren. Dort haben wir den Polder und die Meere verlassen denn am Sonntag stand Gelderland auf der Routenkarte von Herrn Bretschneider. Wir sind dann über kleine Strassen durch das Veluwe, eine schöne Heidelandschaft, nach Apeldoorn gefahren.
Dort haben wir uns am Schloss Het Loo, dem Wohnsitz der holländischen Königin, getroffen. Alle Jags durften zusammen parken, und dann sind wir in den Schlosspark gegangen, und ich habe mir im Stall die ganzen Schlitten und Kutschen angeschaut. Die waren viel schöner als die Autos der Königin. Im „Teehaus“ haben wir zu Mittag gegessen und dann unseren Fragebögen ausgefüllt. Mahlerts landeten auf dem 3. Platz. Das Team Pohle/Schneider belegte Platz 2. Wir wurden wieder einmal Sieger über alles und dürfen nun die Frühjahrsausfahrt am 22. April 2007 organisieren. Die Distance Trophy erhielt Herr Rudolf für seine Rallye in China. Die Age Trophy ging an Herrn Zens als ältestes anwesendes JEC-Mitglied.

Nachdem die offizielle Ausfahrt zu Ende war haben wir uns dann noch das Schloss, da gab es sogar ein Kinderzimmer, und kurz den Garten angeschaut.
Isabel